SharePoint ohne Websitelogo: Der 1×1-Pixel-Trick.
Wie man das Websitelogo in SharePoint Sites ausblendet.
Das Problem
In modernen SharePoint-Websites kann man das Websitelogo zwar ändern, aber nicht wirklich vollständig ausblenden. Wird kein eigenes Logo hochgeladen, zeigt SharePoint trotzdem ein Platzhalter-Logo an, meistens ein Quadrat mit den Initialen des Website-Titels.
Für viele Intranet- oder Landingpage-Szenarien ist genau das störend. Besonders dann, wenn das Design bewusst reduziert sein soll oder das Branding an anderer Stelle gelöst wird.
Die einfache Lösung
Statt kein Logo zu verwenden, wird ein transparentes Bild als Logo hochgeladen. Ideal ist ein transparentes PNG mit 1×1 Pixel. Es ist praktisch unsichtbar und verbraucht kaum Speicherplatz.
Microsoft beschreibt offiziell den Weg zum Ändern des SharePoint-Logos über
Einstellungen → Aussehen ändern → Überschrift → Websitelogo.
Ein echtes „Logo ausblenden“ ist dort aber nicht als eigene Funktion vorgesehen.
Download: transparentes 1×1-Pixel-PNG
Du kannst das transparente PNG direkt hier herunterladen und anschließend als Websitelogo in SharePoint verwenden.
Transparentes PNG herunterladenHinweis: Da das Bild transparent ist, sieht man nach dem Klick unter Umständen keine Vorschau. Das ist korrekt.
So gehst du vor
- Öffne deine SharePoint-Website.
- Klicke rechts oben auf das Zahnrad.
- Wähle Aussehen ändern.
- Öffne den Bereich Kopfzeile > Design.
- Klicke beim Websitelogo auf Bild ändern.
- Lade das transparente 1×1-Pixel-PNG hoch.
- Wenn du auch in Suchergebnissen oder Kartenansichten kein sichtbares Logo haben möchtest, ändere zusätzlich das Website-Logo.
- Speichere die Änderung.
Wichtig
Das Logo wird dadurch nicht technisch deaktiviert. SharePoint bekommt einfach ein transparentes Bild. Für den Benutzer wirkt es dadurch so, als wäre kein Logo vorhanden.
Bei gruppenverbundenen Teamwebsites kann das Website-Logo mit dem Logo der Microsoft-365-Gruppe zusammenhängen. In solchen Fällen können Änderungen auch an anderer Stelle sichtbar werden.
Wichtig: SharePoint hat eigentlich zwei Logos
Genau hier entsteht oft Verwirrung. In modernen SharePoint-Websites gibt es nämlich nicht nur ein Logo.
Microsoft unterscheidet zwischen:
-
Website-Logo (Miniaturbild)
Das kleine quadratische Icon. Wird häufig für kompakte Darstellungen verwendet. -
Websitelogo
Das größere Logo im Header der Website.
Je nach Layout, Header-Typ und Microsoft-365-Komponente werden unterschiedliche Varianten verwendet. Genau deshalb kann das Ausblenden manchmal unerwartete Nebeneffekte haben.
Wo welches Logo verwendet wird
| Bereich | Verwendetes Logo | Hinweis |
|---|---|---|
| Site Header | Websitelogo | Das große sichtbare Logo im oberen Bereich der Website. |
| SharePoint App Bar | Website-Logo / Miniaturbild | Kleine quadratische Darstellung. |
| Suchergebnisse | Oft Miniaturbild | Kann je nach Microsoft-365-Oberfläche variieren. |
| Hub Navigation | Website-Logo | Besonders sichtbar bei Communication Sites. |
| Teams / Viva Connections | Miniaturbild | Kann in Karten oder Navigationselementen auftauchen. |
| Empfohlene Inhalte / Delve-artige Ansichten | Miniaturbild | Dort können leere oder „unsichtbare“ Icons ungewohnt wirken. |
Mögliche Nebeneffekte
Das transparente 1×1-Pixel-PNG funktioniert technisch sauber, aber man sollte bedenken:
- In manchen Microsoft-365-Bereichen fehlt dann auch das automatisch generierte Initialen-Icon.
- Suchergebnisse oder Kartenansichten können dadurch ungewohnt leer wirken.
- Bei mehreren ähnlichen Websites leidet eventuell die Wiedererkennbarkeit.
- In Viva Connections oder Teams können kleine „unsichtbare“ Platzhalter entstehen.
Deshalb eignet sich der Trick vor allem für:
- minimalistische Intranet-Startseiten
- Landingpages
- hochgradig gebrandete Designs
- Seiten mit eigenem visuellen Header-Konzept
Für größere Informationsplattformen oder Multi-Site-Intranets ist ein bewusst gestaltetes Miniaturbild oft die bessere Lösung.
Fazit
SharePoint macht einfache Design-Anforderungen manchmal unnötig umständlich. Ein transparentes 1×1-Pixel-PNG ist kein offizieller „Ausblenden“-Schalter, aber ein sauberer und praxistauglicher Workaround.