Infinity 365 2026: Zwei Sessions, viele Gespräche und die Arbeit hinter dem KI-Versprechen
Konferenznotiz · 2026
Mein Speaker-Rückblick auf Dokumentenqualität, moderne Intranet-Patterns und ein paar tolle Konferenz-Tage in Salzburg.
Zwei Tage Infinity 365 in Salzburg, zwei eigene Sessions und viele Gespräche, die länger nachwirken als die Folien. Deshalb fahre ich auch auf Konferenzen. Ich mag die Bühne. Noch wichtiger sind mir aber die Fragen danach: Was mache ich mit all den neuen Eindrücken und Perspektiven? Was ist realistisch? Und wie verhindert man, dass das neue nur eine zusätzliche Ebene auf bereits vorhandenes Chaos legt?
„Der wahre Wert einer Konferenz zeigt sich darin, ob ihre Impulse neue Fragen aufwerfen und den Blick auf den eigenen Arbeitsalltag verändern.“
Session eins: Shit in, Smart out
In „Shit in, Smart out“ ging es um SharePoint-Bibliotheken, in denen Dokumente automatisiert sortiert, bewertet und aufgeräumt werden. Die Ausgangslage kennen viele Organisationen: Dateien werden abgelegt, kopiert und umbenannt. Irgendwann kennt niemand mehr den Unterschied zwischen Archiv, Arbeitsstand und verbindlicher Vorlage. KI kann dabei helfen, Muster zu erkennen. Sie ersetzt aber keine Entscheidung darüber, was behalten, geschützt oder bereinigt werden soll.
Session zwei: SharePoint kann sexy sein
Der zweite Vortrag brachte zehn moderne Intranet-Patterns mit. „Sexy“ bedeutet für mich dabei nicht Dekoration. Gemeint sind Einstiege, die klar wirken, Kommunikation, die nicht nach Pflichtlektüre aussieht, und ein Design, das Menschen schnell zu den Informationen bringt, die sie brauchen.
Was bei mir hängen geblieben ist
Die Agenda und die Gespräche drehten sich um Copilot, Agents, Governance, Change und Prozessautomatisierung. Der gemeinsame Nenner war erfreulich bodenständig: Gute Ergebnisse brauchen saubere Ausgangsdaten, klare Verantwortlichkeiten und eine Erfahrung, die Mitarbeitende nicht erst erlernen müssen. Das Thema Intranet und Employee Experience ist genauso wenig präsent wie Security, oder Compliance. Es geht hauptsächlich um Copilot und AI.







Die Frage für die Praxis
In meinen beiden Sessions stand für mich eine zentrale Frage im Mittelpunkt: In welcher konkreten Situation befindet sich ein Mitarbeiter, bevor er nach einem Dokument sucht oder eine Intranetseite aufruft?
Wer diese Perspektive einnimmt, erkennt schneller, welche Informationen tatsächlich gebraucht werden, wie sich Wege vereinfachen lassen und wo technische Komplexität keinen echten Mehrwert bietet.
Von der Bühne ins Projekt
Auch die Fragen und Diskussionen mit dem Publikum haben eines deutlich gemacht: Am Ende geht es nicht um Technologien oder einzelne Funktionen, sondern um konkrete Herausforderungen im Arbeitsalltag – vom Finden relevanter Dokumente über die interne Kommunikation bis hin zu effizienten Arbeitsabläufen.
Genau hier sollte auch jedes neue Projekt ansetzen: Zuerst den konkreten Anwendungsfall verstehen, dann Inhalte, Strukturen und Verantwortlichkeiten analysieren und erst danach entscheiden, welche Technologien, Automatisierungen oder Lösungen tatsächlich einen Mehrwert schaffen.
Was bleibt
Die Infinity 365 2026 ist ein Ort für ehrliche Praxisfragen. Und genau dieser Austausch bringt uns alle ein Stück weiter.
Konferenznotiz · 2026
Infinity 365 2026: Zwei Sessions, viele Gespräche und die Arbeit hinter dem KI-Versprechen
Mein Speaker-Rückblick auf Dokumentenqualität, moderne Intranet-Patterns und eine Konferenz, die schnell bei der Praxis landete.
Zwei Tage Infinity 365 in Salzburg, zwei eigene Sessions und viele Gespräche, die länger nachwirken als die Folien. Genau deshalb fahre ich auf Konferenzen. Ich mag die Bühne. Noch wichtiger sind mir aber die Fragen danach: Wo fängt man an? Was ist realistisch? Und wie verhindert man, dass ein neues Tool nur eine zusätzliche Ebene auf bereits vorhandenes Chaos legt?
„Eine Konferenz bleibt dann nützlich, wenn aus einem Gedanken eine bessere Frage für den eigenen Arbeitsalltag wird.“
Session eins: Shit in, Smart out
In „Shit in, Smart out“ ging es um SharePoint-Dokumente, die automatisiert sortiert, bewertet und aufgeräumt werden. Die Ausgangslage kennen viele Organisationen: Dateien werden abgelegt, kopiert und umbenannt. Irgendwann kennt niemand mehr den Unterschied zwischen Archiv, Arbeitsstand und verbindlicher Vorlage. KI kann dabei helfen, Muster zu erkennen. Sie ersetzt aber keine Entscheidung darüber, was behalten, geschützt oder bereinigt werden soll.
Session zwei: SharePoint kann sexy sein
Der zweite Vortrag brachte zehn moderne Intranet-Patterns mit. „Sexy“ bedeutet für mich dabei nicht Dekoration. Gemeint sind Einstiege, die klar wirken, Kommunikation, die nicht nach Pflichtlektüre aussieht, und ein Design, das Menschen schnell zu den Informationen bringt, die sie brauchen.
Was bei mir hängen geblieben ist
Die Agenda und die Gespräche drehten sich um Copilot, Agents, Governance, Change und Prozessautomatisierung. Der gemeinsame Nenner war erfreulich bodenständig: Gute Ergebnisse brauchen saubere Ausgangsdaten, klare Verantwortlichkeiten und eine Erfahrung, die Mitarbeitende nicht erst erlernen müssen.







Die Frage für die Praxis
Bei meinen beiden Sessions kam ich immer wieder auf dieselbe Ausgangsfrage zurück: Wie sieht die Situation einer Person konkret aus, bevor sie ein Dokument sucht oder eine Intranetseite öffnet? Wer von dort aus denkt, landet schneller bei sinnvollen Daten, klaren Wegen und weniger dekorativer Komplexität.
Von der Bühne ins Projekt
Das Publikum brachte die Gespräche immer wieder zurück zu Dokumenten, Kommunikation und konkreten Arbeitswegen. Genau dort würde ich auch ein Folgeprojekt beginnen. Erst einen echten Anwendungsfall auswählen, dann die vorhandenen Inhalte und Zuständigkeiten ansehen und erst danach die passende Automatisierung oder das passende Pattern festlegen.
Was bleibt
Die Infinity 365 2026 war für mich kein Ort für große Technikversprechen. Sie war ein Ort für ehrliche Praxisfragen. Und genau die bringen Projekte weiter.